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2011-03-24

[Gelesen] Das Evangelium nach Satan

Das Cover leuchtet eigentlich richtig schön Neonorange

Das Evangelium nach Satan
Patrick Graham


Klappentext: "Du sollst töten..." Die FBI-Profilerin Maria Parks verfügt über eine außergewöhnliche Gabe: In quälenden Visionen erlebt sie die letzten Minuten von Mordopfern mit. Als sie vier vermisste Nonnen finden soll, bringt sie einen übermächtigen Widersacher gegen sich auf - eine uralte Sekte, die skrupellos danach trachtet, das Satansevangelium zu verbreiten. Nun, nach Jahrhunderten wittert sie ihre Chance. Denn Satan will Besitz ergreifen von der Welt...

>>Sei nett zu Papa, verdammtes kleines Miststück.<<
Maria spürt, wie sich die Hand des Mannes um das Genick des Mädchens schließt. Meredith erstickt. Sie kratzt die Hand, die im Bgriff steht, sie zu töten, möchte dem Mann etwas sagen: dass es ihr leid tut, dass sie in Zukunft brav sein und nie wieder Dummheiten machen will. Dann blitzt über ihrem Kopf der Hirschfänger auf. Sie spürt einen grässlichen Schmerz, der ihr an der ganzen Wirbelsäule entlangfährt, als etwas Eisiges sie durchbohrt, eine elektrische Entladung ihr in Arme und Beine fährt. Schmerzen hüllen sie ein. Die Klinge dringt ein und wird herausgezogen, stößt erneut in ihren Rücken, durchtrennt Wirbel, zerschneidet Adern und zerfetzt innere Organe. Meredith spürt den Atem des Manes an ihrer Wange, während er sie an sich drückt, um besser auf sie einstechen können. Sie spürt, wie der Mund des Ungeheuers ihr Gesicht berührt, seine kalte, nach Erde schmeckende Zunge auf ihren Lippen. Da erfasst Eiseskälte sie, und der Schmerz entfernt sich. Der Hirschfänger stößt immer wieder zu, aber sie spürt das Eindringen der klinge kaum noch. Sie hört die Vögel in den Bäumen zwitschern, sieht das Rinnsal und die kleine Steinbrücke, die darüberführt. Das Sonnenlicht erlischt. Meredith schließt die Augen. Sie leidet nicht mehr.

Wer gläubig ist oder das genaue Gegenteil und bei diesem Buch eine Satansbibel erwartet wird wohl nichts mit diesem guten Stück hier anfangen können. Bei Amazon hab ich gesehen, dass die Bewertungen wirklich den kompletten Rahmen umfassen und von sauschlecht bis supergut rangieren. In den meisten Fällen wurde kritisiert, dass es keinen Spannungsbogen gäbe, zuviel Gewalt und Gemetzel vorkäme und dass die ganze Geschichte, die sich um das Satansevangelium rankt geschichtlich total falsch ist.
Nun ja. Ich kenne mich mit der Geschichte der Olmeken und was weiß ich nicht noch für andere alte Völker nicht aus, von daher hatte ich damit auch absolut kein Problem. Selbst wenn es wirklich geschichtlich nicht passt, meine Güte, es gibt schlimmeres - vor allem wenn den meisten Leuten die Namen der Völker nicht mal etwas sagen und sie somit auch erfunden sein könnten.
Kommen wir zur Gewalt und zum Gemetzel. Für mich kein Minuspunkt - im Gegenteil. Ich finde wenn es um eine Profilerin geht, die sich auf Massenmörder spezialisiert hat, kann man davon ausgehen, dass auch Gewalt und "unmenschliches" Verhalten damit in Verbindung steht. Gerade das finde ich persönlich aber superspannend. Aber ich liebe auch Profiler-Serien, Medical Detectives oder Autopsie. In die Psyche von Mördern und Gewalttätern "einzudringen" fasziniert mich unendlich. Wem das nicht liegt, der hat mit dem Buch definitv einen Fehlgriff gemacht.
Das Übernatürliche finde ich in diesem Fall auch passend. Erstmal ist da Kaleb, der Wanderer, ein Dämon, der das Satansevangelium sucht um die Lüge der Kirche aufzudecken, die sie seit Jahrtausenden verbreitet. Er erscheint immer als Mönch in einer alten Kutte mit Kapuze, dessen Gesicht man nicht erkennt und nur das leichte leuchten seiner Augen sieht. Desweiteren gibt es noch die übernatürliche Gabe Maria Parks in Visionen den Tod von Mordopfern mitzuerleben. Diese Gabe steigert sich im Laufe des Buchs noch und wird für mich noch interessanter.
Ich persönlich finde das Buch wirklich spannend. Ich kann den Vorwurf, dass es keinen Spannungsbogen hätte überhaupt nicht nachvollziehen. (Mal davon abgesehen, dass eingie der 1-Stern-Bewerter das Buch gar nicht komplett gelesen haben) Mich hat es von der erste Seite an in seinen Bann gezogen und verschlungen. Selten habe ich fast 700 Seiten in so kurzer Zeit gelesen. Immer gibt es Cliffhanger zwischen den einzelnen Kapiteln, die oft zwischen verschiedenen Szenarien hin- und herspringen, und man will einfach nur wissen wie es bei Maria weitergeht oder was die alte Nonne erlebt.
Ich finde dieses Buch grandios und das Ende hat mein Herz wirklich etwas schneller schlagen lassen.





Letzte Woche Freitag gab es im Rahmen der Leipziger Buchmesse bei mir zwei Lesungen.
Oliver Dierssen stellte sein Buch "Fausto" vor und Adriana Stern ihr Buch "Jockels Schweigen".
Eigentlich sind beide Bücher für Jugendliche ab 14 Jahren, aber trotzdem hatten mich die wirklich interessanten Lesungen angefeuert beide Bücher auch zu lesen.
Ein Exemplar von "Fausto" bekam ich sogar kostenlos und "Jockels Schweigen" kaufte ich mir kurzerhand direkt bei Adriana Stern.


"Fausto" ist die Geschichte eines 14jährigen Jungen, der ziemlich schlecht in der Schule ist und besonders in Deutsch große Schwierigkeiten hat. Eines Tages findet Joschel (eigentlich heißt er Joseph wird aber von allen Joschel genannt) in seinem Deutschheft einen grandiosen Aufsatz, der in seiner Handschrift geschrieben ist, aber nicht von ihm stammt. Als er diesen Aufsatz in seiner Klasse vorträgt wird er zur Schulpsychologin geschleift und diese eröffnet ihm, dass er wohl hochbegabt ist und vorher nur so schlecht war, weil er unterfordert war. Obwohl er genau weiß, dass er den Aufsatz nciht geschrieben hat, sagt er nichts. Kurz darauf findet er unter seinem Bett den Bücherdämon Fausto, der sich von Rechtschreibfehlern ernährt und, die somit leergefressenen Seiten mit seinen Texten wieder füllt. Damit erklärt sich auch wo der seltsame Aufsatz herkommt.
So das mal als kurzen Überblick zum Buch. Oliver Dierssen hat sein Buch so hervorragend vorgestellt, dass ich das Buch jetzt erst einmal lesen musste. Es ist superwitzig geschrieben und bei der Lesung musste ich wirklich oft Schmunzeln. Ich hoffe, dass die Geschichte spannend bleibt, aber das werdet ihr ja erfahren, wenn ich damit fertig bin.


Bei "Jockels Schweigen" geht es um den 16-jährigen David, der seinen kleinen Bruder Jockel (ich glaube er ist auch 14), ohne das Wissen der Eltern, bei einer kostenlosen Schauspielschule anmeldet indem er deren Unterschrift fälscht. Am Anfang ist Jockel total glücklich und freut sich darüber welche tollen Sachen er in der Schauspielschule lernt und wie toll die Leute dort sind. Aber nach einer Weile verändert er sich. Wird zurückhaltend, still und ernst. Und benutzt plötzlich Worte wie "fickscheiße", die er vorher nie benutzt hat. David beginnt sich zu fragen was mit seinem kleinen Bruder los ist.
Ich denke jeder weiß was Jockel wiederfahren ist. Ich finde solche Schicksale sehr schlimm und verschlinge so ziemlich alles was damit zu tun hat. Es ist wahrscheinlich genau der selbe Grund warum ich Profiler so interessant finde. In die Köpfe von "gestörten" Menschen zu schauen. Warum tötet man 13 junge Männer? Warum missbraucht man Kinder? Dinge, die ich nicht nachvollziehen und erst recht nicht verstehen kann, die mich aber gerade deswegen extrem faszinieren.

Was würdet ihr von einer Art Punktebewertungssystem halten? Gut? Schlecht? Total egal?  Ich lese deine doofen Buchposts eh nicht?

4 comment(s):

Suicyde hat gesagt…

Ich lese deine Buchposts sogar sehr gern! O:

Und ein Punktesystem wäre cool, aber halt nur wenn du 3-5 Kategorien hättest ... so wie Spannung, Humor, Leicht oder schwer verständlich ...

Also mit leicht und schwer verständlich mein ich ... es macht ja nen Unterschied ob man Twilight liest oder etwas von HP Lovecraft (wenn der dir was sagt) und dessen Cthulhu-Geschichten :'D

Leah Elaine hat gesagt…

Das freut mich :D
Ich dachte schon es liest sich niemand durch, weil ich eigentlich so gut wie nie Resonanz diesbezüglich bekomme >_<;;

Leah Elaine hat gesagt…

Ach, vergessen. Ich weiß was du meinst. Ich werd mal ein bißchen bei anderen stalken gehen und schauen wie sie das geregelt haben. Vielleicht komme ich ja auf eine paar tolle Ideen ^_^

Oliver Dierssen hat gesagt…

Du bist die Bibliothekarin!

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